Einsatz "Hilfeleistung 1 - Wasser "

 Foto vom Album:
Einsatznummer
046/2025
Einsatztitel
Hilfeleistung 1 - Wasser
Alarmierung
am 09.09.2025 um 17:30 Uhr
Einsatzende
am 10.09.2025 um 00:00 Uhr
Einsatzort
Randerath - Asternstraße
Beschreibung des Einsatzes

Ablösung Kräfte in Randerath 

 

Das Tief Walter hat das Stadtgebiet, wie in der NINA-Warnung und verschiedenen Wetterberichten, am 09. September um ca. 0:45 Uhr erreicht. Um 01:55 Uhr wurden die Löscheinheiten Horst und Uetterath das erste Mal zur Asterstraße in Randerath alarmiert, da sich dort ein überschwemmter Straßenbereich befand. Auch der E-Dienst fuhr für genauere Begutachtungen diese Einsatzstelle sowie weitere Stellen Nahe der Wurm an, um sich ein grobes Bild der Wassermassen einzuholen.

Im Anschluss traf sich der E-Dienst wieder mit der Löscheinheit Horst an der Asterstraße, da dort mittlerweile ein anderer Straßenbereich überschwemmt worden war. Beide Überschwemmungen konnte man zu diesem Zeitpunkt durch Entfernen der Auffangbehälter in den Straßeneinläufe abwickeln. Es konnte aber festgestellt werden, dass die Kanäle schon sehr voll standen und weitere Wassermassen kaum aufnehmen konnten.

Im weiteren Verlauf fuhren der E-Dienst und die Löscheinheit Horst erneut verschiedene Punkte an der Wurm und im Bereich Randerath/Horst ab, bei der man schon eine negative Entwicklung feststellen konnte. Ab diesem Zeitpunkt erhielten die Einsatzkräfte aus Horst den Auftrag, verschiedene Punkte halbstündig zu kontrollieren.

 

Anschließend fuhr der E-Dienst in Absprache mit dem Leiter der Feuerwehr Heinsberg Hans-Leo Schreinemachers andere Punkte im Stadtgebiet an, die bei Starkregenereignissen zu Problemen führen, um einen Gesamtüberblick zu erhalten. Unser Kamerad Yannic Breuer (Mitarbeiter der Stadt Heinsberg im Sachgebiet Kat-Schutz) hatte im Hintergrund die Pegel und Wetterkarte im Blick und hatte sich unaufgefordert zur Wache begeben. Hier betrachteten Hans-Leo schreinemachers, der E-Dienst und Yannic Breuer und der LdF alle bis dahin erlangten Ergebnisse. Nach dieser Lagebesprechung mit allen bis dahin vorliegenden Erkenntnissen erschien der Bürgermeister Kai Louis ebenfalls unaufgefordert auf der Wache, um eine Gesamtüberblick zu bekommen.

 

Anschließend fuhren der E-Dienst und Yannic Breuer nach Randerath, um die dortige Lage aktuell weiter zu beurteilen. Leider stellte sich heraus, dass sich die Lage weiterhin verschlechtert hatte, so dass ein Fachberater des THW hinzugezogen, um die weiteren Maßnahmen zu besprechen. Nach Begutachtung der vorliegen Informationen sowie aus den Erkenntnissen der Vergangenheit wurden vom E-Dienst dann entschieden, die ersten Maßnahmen einzuleiten. Dies umfasste die Bildung einer technischen Einsatzleitung (TEL) im GH Horst, um Lage zu koordinieren. Zudem wurden Bewohner auf  Eigenschutz hingewiesen. Weiterhin wurden verschiedene Straßen gesperrt. Es sollte ein Schutz der Asterstraße durch eine Eindeichung aufgebaut werden, zudem wurden dortige Kanaleinläufe dichtgesetzt. Der ebenfalls gefährdete Asterhof wurde durch eine Eindeichung in bzw. auf der Zufahrt zum Asterhof gesichert. Weiterhin wurde in Vorbereitung einer möglicher Überschwemmung der Randerather Burg ein sogenanntes „Schlauchsystem" zum Schutz vorbereitet. Weiterhin wurden diverse Pumpen im Bereich der Wurmbrücke Höhe des Asterhofs bereitgestellt und in Betrieb genommen. Hierzu wurden die Löscheinheiten Horst, die Löscheinheit Uetterath, die Verwaltungsstaffel sowie der Bauhof der Stadt Heinsberg eingesetzt. Bei diesem Einsatz kam dann auch der an unserem Feuerwehrgerätehaus stationierte Abrollbehälter Sand, auf dem fertig vorbereitete Sandsäcke gelagert sind. 

 

Hier wurde dann die Löscheinheit Karken-Kempen gegen 17:30 Uhr alarmiert, um die Kräfte der Verwaltungsstaffel und der Löscheinheit Uetterath im Bereich des Asterhofes abzulösen. Gemeinsam mit Kräften der Löscheinheit Aphoven-Laffeld-Scheifendahl wurde dort Wasser mittels 4 Tragkraftspritzen und 2 Tauchpumpen weggepumt. Aufgrund der nachlassenden Niederschläge und der zunehmend entspannenden Situation konnten alle Einsatzstellen gegen Mitternacht aufgelöst werden. Die Löscheinheit Karken-Kempen war mit 18 Kräften rund 6,5 Stunden vor Ort.

 

Sehr schön ist es zu hören, dass unser stellvertretender Wehrleiter René Sturmann von vielen Bewohnern in Randerath - insbesondere durch die Bewohner der Asterstraße - eine große Dankbarkeit ausgesprochen wurde, welche er in einer persönlichen Nachricht an die Einsatzkräfte übermittelte. Ein O-Ton eines bewohners: „ Vielen herzlichen Dank, ihr habt uns durch euren frühen Einsatz vor Schlimmerem bewahrt!". Das freut uns natürlich sehr zu hören!